Weniger Weinkonsum macht Winzern zu schaffen (www.tagesschau.de)
from mettwurstkaninchen@feddit.de to dach@feddit.de on 01 Apr 2024 09:10
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#dach

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tryptaminev@feddit.de on 01 Apr 2024 10:43 next collapse

Im Interview bei Jung & Naiv hat die Vorsitzende des Bund der deutschen Landjugend davor gewarnt, dass ohne Subventionen die Hänge an der Mosel bald ganz anders aussehen könnten.

Zur Herstellung von Industriealkohol Wein zu nutzen und das dann auch noch staatlich zu subventionieren, anstatt auf effizientere Zuckerpflanzen wie Rüben zurückzugreifen ist volkswirtschaftlich und ökologisch jedenfalls völliger Wahnsinn.

einkorn@feddit.de on 01 Apr 2024 10:48 next collapse

Halt! Stop! Alles bleibt, wie es ist!

Gott bewahre, man müsste sich Gedanken darüber machen, ob das, was man tut auch sinnvoll ist.

agressivelyPassive@feddit.de on 01 Apr 2024 11:00 next collapse

Die Bauern regen mich wirklich zunehmend auf. Ständig wird nach mehr Subventionen gebrüllt, ständig wird rumgeheult, aber wenn der Markt zufällig mal in ihre Richtung umschlägt, ist das gottgegeben und darf nicht angetastet werden.

Dann ist der Wein an der Mosel halt weg. Na und? Wir bauen auch kein Einkorn mehr an.

JoKi@feddit.de on 01 Apr 2024 12:34 collapse

die Hänge an der Mosel bald ganz anders aussehen könnten.

Wie unberührte Natur?

Bei allem Respekt für die Landwirtschaft, die Erzählung dass die Kultivierung der Natur quasi ein Naturgesetz ist, wirkt lächerlich. Wenn es wirklich um die Natur geht, dann fordert Subventionen für die Renaturierung wenn die Flächen eh zu viel Ertrag abwerfen. Aber Flächenabbau wird ebenso kritisiert.

Grogon@lemmy.world on 01 Apr 2024 23:41 next collapse

Wenn es keinen Mosel Wein mehr gibt lege ich meine Arbeit nieder. Dann könnt ihr schauen wo ihr bleibt.

RichieRich@feddit.de on 02 Apr 2024 02:56 collapse

Die Kehrseite des Kapitalismus: es geht halt nicht immer nur Wachstum.

Dabei gilt immer noch das alte Gesetz: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und es ist knallhart, wenn die Leute ihr Geld nicht mehr in dem Maße in Alkohol investieren wie früher, wird weniger getrunken und weniger gekauft.

Da hilft nur: Angebot reduzieren. Wenn der deutsche Wein auf dem Weltmarkt nicht mehr gefragt ist, muss er entweder billiger werden oder es muss weniger Wein da sein. Oder die Winzer erschließen sich neue Märkte.